Ironman Zürich

Kleiner Nachtrag zum IM Zürich am 27.7.2014.

Nach dem guten Ergebnis bei der Challenge Kraichgau ging es mit einem weiteren Trainings-Block weiter nach Zürich. Ich war sehr optimistisch, Umfang, Intensität etc. hat alles gepasst und im Vergleich zu den letzten Jahren war ich nicht verletzt oder erkältet.perbandingan smartphone

Alles lief super und reibungslos in den letzten Tagen, nur das Wetter machte einige seltsame Dinge. Regen, Regen, Regen,

Am Sonntag dann zum Glück nur Niesel, aber auch nur 13 Grad. Bei den letzten Vorbereitungen in der T1 dann die Überraschung, mein Wattmesser funktionierte nicht mehr. Das hat mich schon einige Nerven gekostet, aber daran konnte ich jetzt 20min vor dem Start auch nichts mehr ändern. Gerade rechtzeig schaffte ich es noch zum Schwimmstart. Im Wasser fühlte ich mich gar nicht wohl und es war auch eine heftige Prügelei. Nach 1:01 blieb die Uhr dann stehen, was mich sehr frustrierte, aber eher auf die schwierigen Bedingungen (Strömung, Wellen und zu lange Schwimmstrecke) als auf die Leistung zurück zu führen ist. Das Radfahren war bis auf die letzten 20Km auch ohne Wattmesser dann eigentlich ganz gut (5:01h). Nur war es mir definitiv zu kalt. Nach 100Km dann ist auch noch die GPS-Uhr ausgefallen, wie auch immer mit ziemlich dicken Beinen bin ich in T2 angekommen und konnte erstaunlicher weise locker losgelaufen. Alles fühlte sich super an bis sich dann der Magen meldete und ich nur noch Suppe trinken konnte (Die aber eigentlich ganz lecker war). Nach 20km dann auch noch das IT-Band und ein eingeschlafenes Bein 🙂 haha ja da kam so einiges zusammen.

Schade, ich habe einfach keinen guten Tag erwischt mit vielen Pannen und Problemen. Daher ich konnte mich nicht ausbelasten. Nach dem Radfahren noch auf AK Platz 7 wurde ich am Ende 16. (9:50h) in der AK und damit war der Slot in weiter Ferne.

Nichts destotrotz ist der IM Zürich ein tolles Rennen und nur zu empfehlen.

Da ich nun schon wieder gut trainieren kann wird ein Start und ein weiterer Versuch beim IM Barcelona Anfang Oktober immer wahrscheinlicher.

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Widmann bei den Deutschen Meisterschaften vorne mit dabei

Widmann bei den Deutschen Meisterschaften vorne mit dabei

Am 15.6. wurden im Rahmen der Challenge Kraichgau die deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz (1,9/90/21) ausgetragen. Insgesamt gingen über diese Distanz über 2200 Athleten an den Start, darunter auch Philipp Widmann für den Nonplusultra Esslingen. Philipp konnte mit einer sehr guten Leistung in einer Zeit von 4:22h den 22. Gesamtrang und in einer stark besetzten AK 25 den 6. Rang erzielen. Gestartet wurde in mehreren Startgruppe, um das Feld ein wenig zu entzerren. Um 9.05 fiel der Startschuss für die erste Startwelle mit rund 500 Athleten. Mit einer guten Schwimmleistung wechselte Philipp nach 27 min auf das Rad um die anspruchsvollen und windigen 90 km in Angriff zu nehmen. Der Radkurs der Challenge Kraichgau verlangt den Athleten alles ab. Neben windanfälligen Flachpassagen ist die Strecke gespickt mit giftigen Anstiegen und engen Ortsdurchfahrten die die Strecke unrhythmisch und kraftraubend machen. Philipp konnte sich auf dem Rad immer weiter nach vorne arbeiten und wechselte unter den Top 30 auf die laufstrecke.

Auf den hügeligen 21 km konnte Philipp noch einige Plätze im Gesamtklassement gutmachen und seine Position in der Altersklasse halten. Erst nach 16km musste er dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. „Insgesamt bin ich mit dem Rennen zufrieden. Ich bin nicht zu hart geschwommen und habe mir den Radkurs gut eingeteilt, nur die unrhythmische Laufstrecke hat mir zum Schluss zu schaffen gemacht. Leider konnte ich mich auch auf der Laufstrecke nicht so verpflegen wie geplant, aber dennoch war es ein tolles Rennen“.
Für Philipp ging es aber nicht nur um eine gute Platzierung, sondern das Rennen soll auch als eine wichtige Standort Bestimmung in Hinblick auf den Start beim Ironman Zürich in sechs Wochen dienen. Nach ein paar Tagen Pause und Regeneration startet dann wieder das Training um fit an der Startlinie in Zürich zu stehen. Hier will Philipp das schon lang ersehnte Ticket nach Hawaii lösen.

 

Ich möchte mich noch einmal bei Radsport ILG in Rommelhausen bedanken für die tolle Sitzpositionsanalyse, bei Dextro Sport Nutrition und Chiamind Performance die mich in dieser Saison auch wieder mit tollen Produkten unterstützen.

 

Schwimmen 00:27:34
Wechsel 1 00:01:38
Rad 02:27:56
Wechsel 2 00:01:35
Lauf 01:23:42

Congratulations Philipp on becoming a Gold IRONMAN All World Athlete.

Auch wenn das Jahr bis jetzt nur zögerlich ins rollen kommt eine kleine Motivation lag dann doch im Email Postfach:

„Your race performances in 2013 earned you a place in the Top 1% in the world in your Age Group for IRONMAN Overall, IRONMAN or IRONMAN 70.3.“

Dank and meine Unterstützer: Dextro Energy, Chiamind, RudyProject und Uwe Roth die mich auch dieses Jahr wieder unterstützen werden.

In 10 Tagen startet auch nun das erste Trainigslager!

Ein ganz besonderer Dank geht natürlich an meine Eltern!

 

Widmann, Philipp DEU

Overall: 63 Germany: 3

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Dirty Race – Murr

Schlamm, Schlamm und nochmals Schlamm: auch wenn ich schon bei schwierigeren Bedingungen Rennen bestritten habe war der erste „Wettkampf “ in der Saison nicht nur konditionell eine Herausvorderung.

Doch der Reihe nach. Nach der tollen platzierung im letzten Jahr waren natürlich die Erwartungen hoch. Doch auf Grund einer hartnäckigen Verletzung am Knie wusste ich schon dass das dieses Jahr nichts wird. Also kleine schnelle Einheit und schaun was das Knie so macht.

Nach 5 wochen Laufpause ging mir dann auch schon die Pumpe 🙂 auf den ersten 5 km. Die MTB strecke war auf Grund der Bedingungen nicht gerade die schnellste und die Schaltung musste auf der zweiten Runde dann auch dem tiefen Schlamm Tribut zollen 🙂  die letzten Laufkilometer waren dann eher entspannt auch wenn es sehr seltsam ist mit ca 5Kg dreck an der Hose noch zu Laufen.

Auf Jedenfall war das wieder eine mords Gaudi und das Rennen lohnt sich immer auch ohne richtigem Training! Danke an Uwe Roth für die Physiotherapie!390470

WM Ironman 70.3 in Las Vegas

Las VegasNach 2 Wochen erholsamer WoMo-Tour durch den „wilden Westen“ der USA kommt nun der Bericht zu einem Chaostag, den ich so noch nicht erlebt habe und hoffentlich auch nie mehr erleben werde.

Die Vorbereitung:

Nach der langen Saison und vielen Verletzungen hieß es zum Saisonabschluss am 8.September nochmal Gas geben. Dass es keine Bestleistung geben würde, war klar, doch die letzten Trainingswochen liefen super und so stieg ich voller Zuversicht in den Flieger nach Las Vegas. Untergekommen bin ich in „Sams Town Hotel and Casino“ am Rande von Las Vegas. Etwas ruhiger wie am „Strip“ und doch verkehrsgünstig gelegen.

Das Wetter in der Vorwettkampfwoche war wie erwartet heiß. Das Thermometer kletterte in der Wüste auf knapp 50° C. Dennoch liefen die kleineren Trainingseinheiten gut und ich kam mit der Hitze super zurecht. Bereits am Donnerstag hatte ich alles Organisatorische erledigt und langsam zog die Nervosität auf.

Der Wettervorhersage für den Wettkampftag wollte ich zuerst nicht glauben. Regen? In der Wüste? Gibt es das? Doch als ich am Samstag dann mein Rad eincheckte, stand die Wechselzone schon unter Wasser. Es hatte in der Woche zwar immer wieder geregnet, jedoch immer nur am späten Nachmittag.

Der Wettkampf:

Am Sonntagmorgen klingelte dann der Wecker um 3:30 Uhr. Ich schaute aus dem Fenster und musste feststellen, dass es aus Kübeln schüttete. „Na gut“, dachte ich mir, „ meine besten Rennen fanden alle bei Regenwetter statt und bis zum Start wird sich das Wetter auch bessern“. Falsch gedacht! Bei starkem Regen und Temperaturen von nur 23° C wollte so keine richtige Wettkampfstimmung aufkommen. Um kurz vor 7:30 Uhr stand ich dann fröstelnd in der Warteschlange für den Start. Das Wasser war mit immerhin 27°C (Neoverbot) im Vergleich zu den Außentemperaturen schön warm.

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Doch jetzt ging es erst richtig los. Auf den ersten Metern ist mir gleich einmal die Kette runter und verklemmte sich. Absteigen, und mit etwas Gewalt die Kette wieder aufs Blatt und weiter. Und dann: „Irgendwie geht das heute aber verdammt schwer??“ Kurz nachgeschaut – Bremse zu, verklemmt, blockiert – keine Ahnung! Richten konnte ich das aber in dem Getümmel von Rädern, die am Berg an mir vorbeifuhren nicht. Also wieder aufs Rad und weiter bis es etwas ruhiger wurde, vielleicht gibt es sich ja von selbst. Nach 5 km stand ich wieder und versuchte die Bremse gerade zu bekommen, doch das sollte nicht klappen. Doch etwas frustriert spielte ich mit dem Gedanken aufzugeben. Meine Motivation war in dem Chaos gegen null gesunken.

Nach 30 km kam mir dann der entscheidende Gedanke, die Bremse einfach auszuhängen, damit war das Problem behoben! (darauf hätte ich auch früher kommen können). Erstaunlich wie leicht das Rad nun plötzlich lief, toll! Auf dem welligen Kurs mit knapp 900 Höhenmetern war bremsen auch nur selten notwendig. Langsam stieg der Schnitt und den Gedanken auszusteigen ließ ich fallen: Es konnte ja nur besser werden. Die Aufholjagd begann und trotz aller Probleme konnte ich mich auf Platz 40 AK vorarbeiten.

runKurz vor dem Wechsel zum Lauf zeigte sich die Sonne und es wurde heiß und schwül mit Temperaturen von 38°C. Da die Laufstrecke mitunter der schwerste Teil des Wettkampfs war, ließ ich die erste Runde verhalten angehen (2 Meilen bergauf, dann 2 Meilen bergab und das ganze drei mal).

Meinen Plan, eine gute Platzierung zu erreichen, hatte ich schon beinahe aufgegeben, als mir mein Vater zurief, dass ich unter den ersten 10 der Altersklasse wäre. Das gab noch einmal Motivation, insgeheim wissend, dass die Platzierung doch deutlich schlechter sein muss. Noch ein paar Schluck Cola gegen den rebellierenden Magen und ich konnte noch ein wenig das Tempo anziehen. So lief ich die letzte Hälfte schneller und sammelte einen nach dem anderen meiner Altersklasse ein: „Da war es, das Hoch!“ (wenn auch reichlich spät). Noch auf den letzten Metern konnte ich mir den 20. Platz sichern.

Die Nachbetrachtung:

Die Leistungsdichte der Athleten war am Schluss doch extrem hoch. Letztlich fehlten nur 5 Minuten zu einer Platzierung in der Top 10. Das wäre durchaus im Bereich des Möglichen gelegen – ohne Defekt. Hätte, wäre, wenn – alles in allem bin ich froh, dass ich es dennoch zu Ende gebracht habe, auch wenn das Rennen erst in der 2. Laufrunde für mich begonnen hatte. Eine Lehre allemal: Einfach aufgeben, weil es nicht ganz nach Plan läuft: is‘ nich!

Opening CeremonyIn Sachen Organisation ist man natürlich in Europa verwöhnt. An den amerikanischen Stil muss ich mich erst noch gewöhnen. Lange Wege zwischen den Wechselzonen, keine Kampfrichter, die etwas gegen das Drafting auf der Radstrecke unternommen hätten und durch die umgekehrte Reihenfolge der Wellenstarts (langsame AKs zuerst) war auch Chaos auf der Radstrecke vorprogrammiert. Bei der Opening- und Award-Ceremony haben sich die Veranstalter immerhin etwas einfallen lassen und eine gute Show präsentiert. Somit war es doch noch ein super Abschluss.

Ergebnis:

Swim: 31:37 Bike: 2:28:40 Run:  1:26:51 Overall: 4:32:37

20. Ak (25-29), 111. Gesamt

4. deutscher Ak (25-29), 9. deutscher Agegrouper (Gesamt)

Jetzt kommt erst einmal eine Zeit Off-Season und nächstes Jahr wird garantiert alles besser: keine Pannen, keine verklemmte Ketten, keine Verletzungen!

http://tri-mag.de/aktuell/langstrecke/las-vegas-die-schnellsten-deutschen-agegrouper-47951

„Lets go Offroad“

Bei schönstem Sommerwetter und Temperaturen von über 30°C war ich nun am Start bei meinem ersten Cross-Triathlon: der  Xterra –Germany (O-See Challenge) im beschaulichen Zittau (Sachsen). Xterra-Germany bedeutet 1,5 Km Schwimmen im  Olbersdorfer See, 36 Km Mountainbiken durch das Zittauer Gebirge über ruppige Singletrails gespickt mit rund 1100 Höhenmeter und einem abschließendem Trail-Lauf über 9 Km. Der etwas andere Triathlon!

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Nach einer soliden Schwimmleistung kam ich nach 23 Minuten vorne im Feld aus dem Wasser und wechselte zügig auf das Mountainbike um die anspruchsvolle Radstrecke in Angriff zu nehmen. Aufgrund der Temperaturen entschloss ich mich diesesmal gegen eine Gelflsche und füllte stattdessen den DEXTRO ENERGY CARBO MINERAL DRINK in die Radflasche. Nach 1 h und 55min erreichte ich dann T2, froh darüber, dass ich sturzfrei angekommen bin und keinen Defekt auf der Strecke hatte. Bergauf konnte ich meine Stärken ausspielen und ließ so manchen Athleten stehen. Doch bin ich bergab an meine Grenzen gekommen, was die technischen Fähigkeiten anbelangt. Hier gibt es noch viel Verbesserungspotential!

sportograf-41879390_lowreszuschnittMit einer der schnellsten Laufzeiten des Tages (34:54min) arbeitete ich mich dan nocheinmal einige Plätze nach vorne. Unwissend darüber, dass ich inzwischen auf Platz 3 meiner Altersklasse lag. Diesen verlor ich im Endspurt gegen einen Athelten und verpasste somit um 7 sec einen Podestplatz. Nach 2:55:44h bin ich schließlich auf dem 14. Gesamtrang und 4.Platz in der Altersklasse eingelaufen. Es war ein hartes Rennen, vorallem auf dem Rad. Für die nächsten Cross-Rennen weiß ich nun aber, dass es besser ist sich die Strecke im Vorfeld anzuschauen (was leider an diesem Wocheende organisatorisch nicht möglich war).

Es hat viel Spaß gemacht und es war auch bestimmt nicht das letzte Xterra Event! Hier geht es zu den Ergebnissen.

In drei Wochen steht nun die WM in Las Vegas an.

3. Platz beim Ziehl-Abbegg Triathlon

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Siegerehrung Gesamtsieger, Foto: Karin Bach

Am vergangenen Wochenende entschloss ich mich für einen Start beim Waldenburger Triathlon. Nach durchzechter Nacht, normalem Training und zwei Wochen nach dem Ironman auch eher als Trainingseinheit und Spaßwettkampf eingeplant. Das Wetter war top und der See kuschelig warm. Wie schon bei den vergangenen Veranstaltungen schätze ich den Wettkampf auf Grund seines familiären Ambientes, der doch aber immer recht gut besetzt ist. Besonders die Radstrecke ist für einen Volkstriathlon sowohl konditionell wie auch fahrtechnisch anspruchsvoll.

Schon beim Start merkte ich, dass ich mit den hohen Intensitäten noch nicht so gut zu Recht komme und kletterte erst als 9. (1min langsamer als vor 2 Jahren) aus dem Wasser. Auf dem Rad gingen beim ersten Berg dann gleich die Oberschenkel zu (Seltsam!). Wie auch immer. Oben angekommen konnte ich ein wenig mehr Druck machen und noch 3 Athleten überholen. Auch wenn das Radfahren nicht so optimal lief hat es Spaß gemacht. Schließlich bin ich als 6. in der Wechselzone angekommen. Auf den ersten Laufkilometern sammelte ich dann nochmal 3 Mann ein, die auch immer weiter zurückfielen, konnte ich auf der Stadionrunde noch einmal Tempo rausnehmen und den Zieleinlauf genießen! Mit der 2. schnellsten Laufzeit und einer neuen PB auf der Strecke bin ich am Ende als 3. über die Ziellinie gelaufen. Toll!

Ein schöner Wettkampf, top organisiert und trotz mangeldem Lauftraining eine super Zeit was will man mehr!

Zum Presseartikel

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IM European Championship Frankfurt

Die letzten drei Wochen vor meinem Saisonhighlight in Frankfurt verliefen alles andere als optimal. Nach etlichen Untersuchungen (Röntgen und MRT) hatte sich zum Glück der Verdacht auf Bandscheibenvorfall oder einen spinalem Schock nicht erhärtet. Nichts desto trotz waren meine Verletzungen an der Hüfte so stark, dass trainieren nahezu unmöglich war.  Meine Gesäßmuskulatur war so stark geschwollen, dass der Ischiasnerv gereizt wurde und das linke Bein nach 500m gehen einfach irgendwas gemacht hat nur nicht das was ich wollte. Zudem kamen ein blockiertes ISG und entzündete Muskelansätze am Beckenknochen hinzu. Zum Glück konnte ich mir wenigstens recht zügig ein neues Rad organisieren. Vielen Dank an Jürgen Falke (Merida) der mir so unkompliziert und schnell geholfen hat!

Von einem Start hatte ich mich gedanklich schon verabschiedet, da keine Besserung eine Woche vor dem Ironman zu sehen war. Am Dienstag vor dem Rennen versuchte ich mich an einem Läufchen, das ich nach 5 min aufgrund der Schmerzen abbrach. Glücklicherweise gingen die Schwellungen in der Woche stark zurück und ich konnte zum Orthopäden, Physio und Chiropraktiker um mich behandeln zu lassen. Am Donnerstagabend entschied ich mich dann doch nach Frankfurt zu fahren, mit dem Plan nach den ersten Km im Marathon auszusteigen und als Trainingseinheit abzuhagen.

So viel zu den letzten Wochen vor dem Wettkampf.

Die Stimmung in Frankfurt war gigantisch und mein Hotel das Beste das man sich wünschen konnte. Der Wetterbericht war vielversprechend, mit Temperaturen um 30°C. So bekam ich immer mehr Lust auf den Wettkampf (um endlich das Rad testen zu können) auch wenn ich es mir noch nicht vorstellen konnte alleine durch die Wechselzone zu laufen.

Um 3:30Uhr klingelte dann der Wecker und um 5 Uhr stand ich in der Wechselzone. So weit alles stressfrei und unkompliziert. Ich konnte es immer noch nicht so richtig fassen, dass ich doch an der Startlinie stehe. Die Stimmung war super und die Kulisse einzigartig.

Schwimmstart 7:00Uhr. Foto: H.-G. Widmann

Schwimmstart 7:00Uhr. Foto: H.-G. Widmann

Nach 9:40 schlich ich über die Ziellinie und wachte im Sanitätszelt wieder auf. Es war vor allem ein mentales Rennen, aus dem ich viel gelernt habe. Die Verpflegung hat super funktioniert und energetisch hatte ich auch keine Probleme, „nur“ konnte ich irgendwann nicht mehr gegen die Schmerzen anlaufen. Wie auch immer, Ich bin das erste mal den Marathon durchgelaufen ohne gehen zu müssen und bis auf die Knie war auch alles super.

Ich bin froh gefinisht zu haben, auch wenn es bei der Vorgeschichte natürlich nicht für die Quali gereicht hat, trotzdem ein super Wochenende mit Verreinskollegen.

Ein großes Dankeschön für den tollen Support an der Strecke von meinen Eltern, dem ganzen NPU Esslingen, Chiropraktiker Uwe Roth, MERIDIAN Physiotherapie und Hendrik Veigel. Außerdem Danke schön für die Unterstützung von DEXTRO ENERGY Sports Nutrition.

Jetzt heißt es Regenerieren die nächsten Rennen kommen bald!

Foto: H.-G. Widmann

Foto: H.-G. Widmann

Vom Pech verfolgt

Kann es noch schlimmer kommen? Klar immer. Nach meinem Verkehrsunfall vergangen Sonntag stehen wohl die Chancen für einen Start in Frankfurt eher schlecht. War es zuerst das kaputte Rad das mir Sorgen bereitet hat ist es nun doch eher  mein Rücken der mich zur Bettruhe zwingt und es bis jetzt unklar ist was tatsächlich kaputt ist.

Wäre es wenigsten selbst verschuldet gewesen so müsste man nur mit seiner eigenen Dummheit klarkommen. Doch der Gedanke, dass die Saisonplanung und die Gesundheit durch einen ignoranten Autofahrer, der nicht schnell genug zu Hause sein konnte, zunichte gemacht wird bringt einen an den Rand der Verzweiflung.

Ich hoffe nur dass das alles gut ausgeht und zumindest ein Start bei der X-Terra in Zittau und WM in Las Vegas stattfinden kann.

 

4.Platz beim Berlin Triathlon

Regen, Regen nichts als Regen. Die Wettervorhersage für Berlin ließ hoffen für Sonntag, so meldete ich mich kurzfristig für die Volksdistanz beim Berlin Triathlon noch nach. Ganz anders sah die Situation am Sonntagmorgen aus. Sturm, Regen und 11°. Trotzdem entschied ich mich für den Start. Am Veranstaltungsgelände angekommen, war jedoch keine Möglichkeit vorhanden sich unterzustellen oder aufzuwärmen. So stand ich geschlagene 2 Stunden im Regen. Durchgefroren fiel dann mit 20min Verpätung der Startschluss.
Als zweiter kletterte ich aus der Spree. Es folgten 5 Runden Radfahren bei Kälte und Regen. Windschatten fahren war erlaubt! Doch wenn man niemanden findet der etwas schneller fährt als man selbst, bringt das auch nichts. Aufgrund der total überfüllten Radstrecke und den rutschigen Kurven, hieß es heil ankommen und kein Risiko eingehen! Der Lauf war dann eher angenehm, auch wenn die Zehen nicht mehr Spürbar waren. Die Wechsel verliefen diesesmal alles andere als optimal, so habe ich viel Zeit in der Wechselzone verloren.
Schließlich bin ich auf dem 4. Gesamtplatz und Alterklassensieg eingelaufen.
Danke an das Dextro Energy-Team vor Ort für die Unterstützung!

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