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Okt 14

Wettkampfbericht Kona Hawaii Ironman World-Championship 2015 – Die reinste Materialschlacht

Der IRONMAN Hawaii 2015 ist Geschichte. Wie bei allen Langdistanz Rennen kann an so einem sehr langen Tag immer viel passieren, Höhen und Tiefen liegen sehr nahe beieinander, das Entscheidende ist, was man daraus macht.

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Doch der Reihe nach:

Die letzten Wochen vergingen wie im Flug und der Abflugtermin rückte immer näher. In den Tagen vor meiner Abreise nach Hawaii plagte ich mich noch mit einer Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk rum, was vor allem zu Lasten des Schwimm-Trainings ging. Doch schließlich bin ich am 1.10. auf Hawaii angekommen, mein Support Team flog dann nach und nach aus Malaysia (Bruder) und Kanada (Eltern) ein (:-)). Zusammen wohnen wir jetzt ab vom Trubel in einem netten Cottage auf 800 m NN. Perfekt um sich nach einer heißen Trainingseinheit abzukühlen und zu entspannen.

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Für mich standen in den letzten Tagen vor dem Wettkampf ein paar Schwimmeinheiten im Meer, Rad- und Laufeinheiten sowie der ein oder andere Stopp am Strand mit Sonnenuntergang auf dem Programm. In den ersten Tagen war es noch recht ruhig in Kona auch am Pier beim Schwimmen, doch ab Montag wurde es zunehmend voller. Und es kam auch langsam Atmosphäre auf. Den Underpantsrun am Donnerstag habe ich als Zuschauer verfolgt was definitiv die bessere und lustigere Entscheidung war, danach gab es noch einen Kaffee im Lava Java. Alles in Allem eigentlich ganz einfach. Aber: neben platten Reifen, kaputten Schaltgriffen und meinem doch nicht zugelassenen Swimsuit, kam das ein oder andere Problem in der Rennwoche dazwischen, was zu Aufregung, viel unnötiger Zeit in der Stadt und nicht geplanten Ausgaben führte. Triathlon ist eben ein kostenintensiver SportL. Letztendlich habe ich alles regeln können und war guter Dinge, dass ich mit den neuen Reifen, Schaltung und Swimsuit ohne Defekt durch den Tag komme.

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Raceday

Um 4:45 in der Früh hieß es anstehen zum Bodymarking. Die Anspannung und Vorfreude aller war deutlich zu spüren. Wirklich eine ganz außergewöhnliche Atmosphäre! Für die männlichen Agegrouper ging der Tag um 6.55h los. Starker Wellengang und eine heftige Prügelei auf der ersten Hälfte der Schwimmstrecke machte das Schwimmen nicht gerade einfach (Ich bin sehr froh dass ich alle Zähne noch hab, und kein blaues Auge🙂). An der Wende war ich nach 27:30min, perfekt dachte ich da komme ich  circa auf eine Stunde Schwimmzeit; Top. Somit bin ich Richtung Pier in einer Gruppe recht entspannt zurückgeschwommen. Auch wenn sich das Schwimmen nicht wirklich schnell angefühlt hat, bin ich nach etwas unter 1h aus dem Pazifik gestiegen.

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Der Wechsel war problemlos und die ersten km auf dem Rad gingen schnell rum. Nach 20 min ging es raus auf den Queen K Highway und in die Lavafelder. Auf den ersten km gab es kaum Wind und ich bin sehr fix in meinen Rhythmus hineingekommen. Die Wattvorgaben konnte ich trotz vieler Überholmanöver gut einhalten (ich wollte mich aus potentiellen Windschattenproblematiken und Gruppen raushalten). Auf dem Weg Richtung Hawi wurde es mit der Zeit  merklich wärmer, also hieß es immer schön kühlen. Und dann passierte das, was eigentlich nie nie niemals passieren darf. Bei Km 75 rollte eine Flasche in der Verpflegungstation über die Straße und einen Wimpernschlag später lag ich auch schon auf der Straße; von 58 km/h auf 0. Ich weiß nicht was mir alles durch den Kopf ging in diesen Minuten, da gerade mal 11 Monate nach meinem Oberschenkelanbruch vergangen sind. Kleiner Selfcheck und Gehversuche, dann noch kurz das Fahrrad angeschaut, das zum Glück noch einigermaßen heile aussah! Also Kette wieder drauf und weiter. Nochmal alles überprüfen. Zwischenbilanz: Schaltung verbogen, der ganze rechte Arm offen, Hose kaputt und schmerzende Hüfte. Dennoch konnte ich einigermaßen druckvoll weiterfahren. In der Hoffnung, dass die Schaltung hält und ich mit den noch schaltbaren Gängen über den Kurs komme wollte ich wenigstens die 180 km noch zu Ende bringen. Immer den Gedanken im Hinterkopf, dass dann eventuell das Rennen für mich vorbei sein könnte (eine sehr unangenehme Situation). Ein wenig Abkühlung und Regendusche in Hawi, ging es wieder zurück Richtung Kona. Bei km 140 kam Gegenwind auf und es wurde spürbar heißer. Die letzten 20 km waren dann noch einmal hart und ich bin nach 5:01h in die Wechselzone gerollt. Jetzt hieß es hoffen!

Als ich vom Rad stieg fühlten sich meine Beine sehr komisch an und ich ließ mir ein wenig mehr Zeit in der Wechselzone um sicher zu gehen, dass ein Versuch, den Marathon anzugehen überhaupt sinnvoll ist. „netter Weise“ schmierte mir ein Helfer noch Sonnencreme über meine offenen Wunden und wunderte sich, als ich aufschrie 🙂. Ich entschloss mich die Schuhe anzuziehen und es zu versuchen (schließlich hatte ich 2013 beim Ironman Frankfurt den Marathon nach dem Radunfall auch gepackt). Die ersten km gingen auch noch gut, doch dann fing die Misere an. Langsam kamen Blasen am linken Fuß, keine Ahnung warum jedenfalls sind mir auf den ersten 15 km 3 Blasen geplatzt. Die Hüfte schmerzte von Anfang an, wobei das Gehen noch schlimmer war als ein Joggingtempo mit Ruhepuls von 100 🙂. Angesichts der sehr heißen Bedingungen ging ich an jeder Verpflegungsstation um mich mit Eis, Wasser und Cola zu versorgen. Das Anlaufen nach den Gehpausen war besonders schmerzhaft, doch Kühlung war bei den Temperaturen das A und O. Auf den ersten km entlang des Ali‘i Drive ist die Luft regelrecht gestanden. Den ersten längeren Spaziergang musste ich die Palini Road hoch einlegen. Ich hatte durch die Verletzung einfach keine Kraft im Oberschenkel um jegliche Steigungen zu joggen. Auf dem Queen K Highway Richtung Energy Lab konnte ich wieder einigermaßen laufen. Mit regelmäßigen Gehstopps an den Aidstations. hangelte ich mich von Meile zu Meile. Die Zeit ging erstaunlich schnell rum und die Temperatur machte mir auch wenig zu schaffen. Schließlich ging es Richtung Energy Lab. Die Straße hatte eine Steigung, die meiner Hüfte gar nicht gefiel so musste ich hier hinunter und hinauf gehen und auch meine Schmerztoleranz sank nun gegen Null. Wieder zurück auf dem Highway packte mich doch noch einmal der Ehrgeiz und ich setzte mir das Ziel bis zur Finishline nicht mehr zu gehen. Schlussendlich lief ich humpelnd über den letzten Hügel, dann die Palani hinunter und den Ali Drive zur Finishline. Nach 4:24h für den Marathon und einer Gesamtzeit von 10:32h kam ich noch vor Sonnenuntergang an 🙂.

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Ich hab definitiv noch eine Rechnung mit diesem Rennen hier offen! Ich hab mich super gefühlt und es ist auch richtig Energie da gewesen, leider eben mit angezogener Handbremse. Ich hatte ganz klar andere Vorstellungen von der Endzeit und Platzierung. Außerdem hatte ich das erste Mal wieder bei einem Triathlon das Gefühl, dass das Rennen fair abgelaufen ist und auch die Kampfrichter einmal durchgegriffen haben.

Ich muss mich auch ganz herzlich bei meinen Eltern und meinem Bruder bedanken die mich an der Strecke tatkräftig unterstützt haben. Auch will ich mich bei allen bedanken die mir die Daumen gedrückt und das Rennen mitverfolgt haben. Danke, auch an Mario (SISU-Training) der mir die letzten Monate das abwechslungsreiche Training geplant und neue Trainingsreize gesetzt hat. Leider konnte ich vor allem beim Marathon das nicht zeigen, was vermutlich die stärkste Disziplin gewesen wäre. Für mich war es vor allem ein sehr hartes Rennen für den Kopf.

Nun sind einige Tage seit dem Ironman vergangen, der Abflug steht kurz bevor. Ich kann wieder einigermaßen gehen, Blasen und Schwellungen sind ein wenig zurückgegangen und die Schürfwunden heilen Dank des Salzwassers auch ganz gut.

ALOHA!

 

Sep 20

T-3 Wochen und letzter Check

Drei Wochen vor dem IRONMAN HAWAII stand eine letzte Standortbestimmung beim Murten Triathlon über die Mitteldistanz an.

Da es ein Test-Wettkampf war stand ich nicht völlig erholt am Start. Dennoch wollte ich versuchen die Vorgaben von Mario (SISU-Training) einzuhalten. Nach dem Schwimmstart verpasste ich die erste Gruppe und war völlig allein unterwegs. Der Mangel an Bojen oder Kajaks die einem den Weg zeigen könnten, machte die Situation nicht gerade einfach und gefühlt bin ich kreuz und quer durch den See geschwommen. Als ich den Ausstieg dann zu sehen glaubte, war ich doch sehr erleichtert mich nicht verschwommen zu haben. Nach 27:30 min stieg ich an Position 10 aus dem Wasser. Ungewohnt für mich, in der Schweiz werden die Straßen nicht für den Verkehr gesperrt. Auch die Ausschilderung und Streckenposten waren eher spärlich und selbst bei einem solch kleinen Triathlon muss man sich wundern wie dreist manche Athleten dann doch „Lutschen“, und  sich in diesem Fall auch noch hinter Autos klemmen. Trotz Kampfrichter gab es aber keinen Kollegen den ich in der Penalty Box gesehen habe. Schade! Zum Ende hin lichtete sich das „Feld“ aber ein wenig, so dass ich dann alleine unterwegs war. Nach 2:07h, der 12. schnellsten Radzeit und einigem Verfahren zum Ende der Strecke (da die Ordner nicht aufpassten und mir den Weg nicht frühzeitig anzeigten) stellte ich mein Rad doch etwas genervt in die Wechselzone. Schnell habe ich dann doch die „Laufbeine“ gefunden. Im Vergleich zu den letzten Wettkämpfen lief es vor allem zum Ende hin richtig gut. Nach 1:19h (7.) lief ich als gesamt 7. und 5. der Altersklasse (AK 18-34) mit einer Gesamtzeit von 3:56h über die Ziellinie. Die Vorgaben konnte ich einigermaßen einhalten und alles in allem ist der Wettkampf gelungen gewesen (allen Ärgerlichkeiten zum Trotz) und angesichts der Tatsache, dass die ersten Plätze unter Profis und der schweizer Elite vergeben wurden, kann ich mir dem 7. Platz durchaus zufrieden sein und zuversichtlich Richtung Kona blicken.

DSC_0176Danke an Dirk für das Bild. Dirk ist bei Km 8 auf mich aufgelaufen aufgelaufen

Sep 13

T-4 Wochen

Noch vier Wochen bis zum IRONMAN Hawaii. In den letzten Wochen hat sich vieles geändert. Neben meiner neuen Stelle als PhD an der Uni Genf, habe ich die Trainingsplanung an Mario (SISU-Training) abgegeben. Durch das Coaching von Mario (SISU-Training) ist das Training sehr viel abwechslungsreicher und herausfordernder geworden. Nächte Woche am 19.09 gibt es für mich noch eine intensive Test-Trainingseinheit beim Murten Seelandtriathlon. Ich bin mal gespannt, wie der neue „Trainingsinput“ gewirkt hat und was nach den letzten sehr intensiven Wochen so an Leistung abrufbar ist.

Ansonsten stehen alle Lichter auf „Grün“ in Richtung Kona und ich freue mich schon nach einem sehr turbulenten Jahr hier an der Startlinie stehen zu können.11232721_924389094292257_3548746252733976033_n

 

Jul 29

Einstein-Triathlon Ulm

radAm 26.07.2015 stand für mich der zweite Formtest dieses Jahr beim Einstein-Triathlon in Ulm an. Da ich in der Zwischenzeit nach Genf gezogen bin, musste ich in den vergangen Wochen erst einmal neue Strecken erkunden, was das Radtraining eher unstrukturiert machte. Somit war ich gespannt was an dem Tag in Ulm möglich ist.

Nach einem ewig langen „Eincheck-Prozedere“, fiel der Startschuss um 9:55. Ich startete in der zweiten Startwelle 10 min hinter der ersten Welle. Das ist natürlich von Anfang an keine gute Ausgangsposition, weil man nie weiß an welcher Position man sich jetzt befindet. 3,6 km ging es die Donau hinunter, die aufgrund von Niedrigwasser kaum Strömung hatte. So war auch die dann berechnete Schwimmstrecke von 2km definitiv länger. Mit 37min stieg ich dann aus dem Wasser. Die Zeit verwunderte mich etwas, doch da ich als erster mit viel Vorsprung auf den 2. (Staffelschwimmer) aus dem Wasser kam und mich immer gut gefühlt hatte, war alles halb so schlimm für mich.

Ich bin dann gut auf mein Rad gekommen. Die ersten 15 km waren flach und super zu fahren. Da ich mir die Strecke im Vorfeld nicht angeschaut hatte wusste ich nicht was noch an fiesen Steigungen kommen würde und konzentrierte mich erst einmal nur auf die Wattwerte. Nach 15 km ging es los; der erste Anstieg mit 16% gefolgt von mehreren Hügeln und zum Schluss noch einmal ein richtig steiler Stich, bevor es wieder Richtung Ulm und auf die zweite Runde ging. Bis auf ein paar Stellen, an denen man aufpassen musste, war die Strecke dennoch super zu fahren und machte richtig Spaß.

Auf der 2. Runde habe ich dann von meinen Eltern die Platzierung bekommen: 3. Gesamt 1. AK. Na das war doch was, endlich mal Licht im Dunkeln. Nach 2:14h stieg ich dann vom Rad und machte mich auf die letzten 20 Laufkilometer. Aber so wie auch am Chiemsee Triathlon kam ich nicht so richtig in Fahrt. Nach 5 km kam noch ein Dixi-Stopp hinzu der mich eine knappe Minute kostete und Probleme mit der Bauchmuskulatur haben mich gleich zu Beginn auf Platz 5 zurückfallen lassen. Diesen konnte ich dann aber doch noch bis ins Ziel halten.

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Zur Lauftrecke muss ich sagen, dass sie schnell vorbei geht und auch Spaß zum Laufen macht. Nur Bananen, Magnesium und Riegel an der Verpflegung ist nicht das was ich so bevorzuge. Somit musste ich mich mit meinem DextroGel (diesmal gönnte ich mir einen Espresso :-)), das ich mitgenommen hatte und Cola begnügen. Nach 1:20h lief ich als Gesamt 5. und 1. in der Ak 25-29 über die Ziellinie. Ein Start in der ersten Gruppe  und eine Streckenbesichtigung hätten zu einem besseren Ergebnis führen können, doch ist es für mich dennoch ein tolles Ergebnis auch wenn ich läuferisch noch zulegen kann.

Die Richtung für Kona stimmt und das ist ja auch das Ziel. Danke an meine Eltern für den tollen und überraschenden Streckensupport.

Alles im allem ist der Einsteintriathlon in Ulm eine tolle und entspannte Veranstaltung, wenn auch durch die zwei Wechselzonen  und den vielen verschiedenen Anlaufstationen organisatorisch recht aufwendig (Beutel, Rad und Registrierung). Schwimmen in der Donau ist einmal etwas Anderes und die Strecken sind gut und kurzweilig.

 

Danke an Thomas Bosch für das Bereitstellen des „Treppchenbildes“ und Hut ab für den 3. Platz!

Jun 30

Saison-Einstieg am Chiemsee

Recht spät in der Saison bin ich in das Renngeschehen eingestiegen. Gestartet bin ich vergangenes Wochenende beim Chiemsee Triathlon. Meine Leistung ich im Vorfeld nicht einschätzen konnte, doch habe ich mich in der Rennwoche recht gut gefühlt und sah dem Rennwochenende recht entspannt entgegen. Eines vorweg: Der Chiemsee Triathlon wird definitiv auf die Liste meiner Lieblingswettkämpfe kommen. Klares Wasser, gute Strecke und eine lockere Atmosphäre und gute Organisation!

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Da ich meine Leistung im Vergleich nicht einschätzen konnte, wartete ich einfach den Schwimmstart ab. Trotz starkem Wind und den dementsprechenden Wellen konnte ich nach einigen hundert Metern sehen, dass ich nicht weit von der Spitze entfernt bin. Schließlich kam ich als einer der ersten aus der zweiten Gruppe auf Platz 12 mit hohen 29 min aus dem Wasser (Das Schwimmen war allgemein recht langsam). Beim Radfahren hielt ich mich in meinem Wattbereich, um sicher zu gehen nicht zu überzocken. Verwinkelt und hügelig war der Radkurs nicht ganz leicht zu fahren, aber sehr kurzweilig. Mit einem Schnitt von 38,5 km/h ging ich dann als 13. auf die Laufstrecke. Von Anfang an konnte ich kein hohes Tempo angehen und auch nicht in den „roten-Bereich“ hineinlaufen, aber einen (bis auf die letzten Km) konstanten 4er Schnitt halten. Angesichts der Temperatur, der nicht ganz so flachen Strecke und dem derzeitigen Trainingszustand für mich OK, wenn auch nicht zufriedenstellend. Ein Ziel war es dann aber doch noch, zumindest mit diesem konstanten Tempo zu verssuchen in die Top 10 zu laufen. Und es reichte tatsächlich mich Schritt für Schritt auf Platz 8 vorzuarbeiten. Auf dem letzten Km verlor ich zwar doch noch einen Platz, lief aber als Gesamt 9. ins Ziel.

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Fazit. Alles im Allem ein toller Wettkampf mit einem für mich sehr überraschenden und schönem Ergebnis.

Danke an Thomas für den Support an der Lauf-Strecke!

Dez 17

Interview bei der Esslinger Zeitung

Danke Herrn Hagenauer von der Esslinger Zeitung für das nette Interview. Der Bericht erschien am 17.12.2014 in der Esslinger Zeitung: Hawaii Interview Esslinger Zeitung

Okt 11

Hawaii Qualifikation

Vergangenen Sonntag hat es endlich geklappt und ich konnte mich beim Ironman Barcelona für die WM auf Hawaii 2015 qualifizieren.  Nach einem Rennen mit viel Pech in Zürich habe ich mir mit der Entscheidung für einen Start in Barcelona genug Zeit gelassen, da es doch eine mentale und körperliche Herausforderung ist, noch einmal Gas zu geben, wenn alle Trainingskollegen schon in der Off-Season sind. Auch war die Zeit zwischen den zwei Rennen mit nur 10 Wochen sehr knapp bemessen. Doch bin ich wieder gut in mein Training hineingekommen und habe auch trainingstechnisch ein paar neue Dinge ausprobiert. So bin ich nach 13h Autofahrt und 1250km am 1.10. in Calella gewesen, um mich bis Sonntag noch ein wenig zu akklimatisieren.

Der Ironman Barcelona war die letzte Veranstaltung in diesem Jahr auf europäischen Boden. Über 2600 Starter waren gemeldet und es gab 50 Tickets für die WM am 10.10.2015 auf Hawaii.

Aufgrund von Gewitter und Starkregen drohte erst die Absage der Veranstaltung. Doch das Wetter beruhigte sich und so konnte der Wettkampf mit einer halben Stunde Verspätung über die volle Distanz ausgetragen werden. Geschwommen wurde im Mittelmeer am Strand von Calella. 3,8 km gab es bei starkem Wellengang zu bewältigen, bevor es auf die windanfällige Radstrecke entlang der Küste ging. Ich kam mit 56:30 min als 7. meiner Altersklasse aus dem Wasser und startete meine Aufholjagd auf dem Rad. Schon wieder ist aufgrund von Regen mein Wattmesser ausgefallen, allerdings war ich dieses Mal darauf vorbereitet und hatte vorsichtshalber einmal den Puls auf der Anzeige. Ich hatte jedoch große Mühe den Puls schön unten zu halten. Doch es zahlte sich aus. Für die 180 km benötigte ich nur 4h und 43min und konnte mich auf den 4. Rang vorarbeiten. Die Radstrecke hat doch knapp 1000Hm auch wenn sie an der Küste verläuft, sie ist am Anfang aber recht hügelig und diese 15km muss man eben auch 6mal fahren, das summiert sich und kann auf der 3. Runde richtig weh tun.  Ich habe bestimmt noch nie so viele Kalorien in Form von Zucker in so kurzer Zeit zu mir genommen. Doch anscheinend habe ich das gebraucht.

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Den abschließenden Marathon an der Strandpromenade konnte ich bei schwül-heißen 30°C gut einteilen, was mit einer Marathonzeit von 3h und 17min und dem 2. Platz meiner Altersklasse belohnt wurde. Der Start verlief zwar etwas holprig mit einem verlorenen Timing Chip, den ich zum Glück wieder bekam und einem Dixie Stopp nach 5 km. Doch war es dieses Mal ein nahezu perfektes Rennen. Ich konnte alles umsetzen und bin jede Disziplin gefühlt progressiv angegangen und habe jeweils am Ende die Altersklassen-Athleten wieder eingesammelt die am Anfang davon gestürmt sind. Das hat natürlich noch einmal auf der letzten Runde richtig gepusht. Doch letztlich wollte ich ein Rennen machen mit dem ich zufrieden bin und meine Leistung abrufen. Und das hat auch wunderbar geklappt. Da ich ohne Support vor Ort war, hatte ich keinerlei Infos über Platzierungen und war im Ziel zuerst überaus froh, dass ich eine neue PB mit 9:01:08 aufgestellt habe (Und ohne die zwei Stopps wäre sub9 im Ergebnis gestanden, ein bisschen hätte wäre wenn, darf sein). Die Platzierung erhielt ich dann per SMS aus Deutschland von meinen Eltern, das hat natürlich noch einmal alles getoppt. So habe ich nun eines von 3 Hawaii-Tickets die es in meiner Altersklasse gab.

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Das Kleingeschriebene zum Thema Windschattenfahren:
Ja es gab Gruppen, ja es waren zu viele Starter für diese Strecke, ja die Kampfrichter haben nicht genügend Zeitstrafen verteilt und vielleicht auch zu wenig durchgegriffen. ABER: Wenn man ehrlich fahren wollte ging das auch!! Da ich relativ früh auf der Radstrecke war, war die Windschatten-Problematik auf der ersten Runde nicht vorhanden, erst auf der 2. Runde bildeten sich dann große Pulks, vor allem im hinteren Teil des Feldes bei Km 120 überholte mich eine Gruppe mit ca. 80 Athleten, so etwas nervt natürlich vor allem wenn man insgeheim hofft den ein oder anderen beim Vorbeifahren in der Penaltybox zu sehen und dies dann doch nicht der Fall ist. Auf der 3. Runde bin ich dann an einer Schlange von Athleten vorbeigefahren. Doch hier war Windschattenfahren kein Thema denn diese Athleten waren so viel langsamer als ich, dass eher das ständige Überholen gefährlich war. In den hinteren Rängen macht das auch nicht viel aus, wenn es aber um Platzierungen geht, sollte es doch mehr Kontrollen geben. Letztlich denke ich dass, es an jedem Einzelnen liegt ein faires Rennen zu machen; Ich würde mit meiner Leistung nicht zufrieden sein, wenn ich 180km im Pulk gefahren wäre.

Ganz großen Dank geht natürlich an meine Eltern die mich tatkräftig unterstützen und an meine Sponsoren Dextro Sportsnutrition und Chia-Mind Performance.

Aug 19

Radmarathon Magstadt

Letzten Sonntag begab ich mich unter die Radfahrer. Mit meinem Verreinskollegen Max starteten wir über 255Km und 4000Hm quer durch den Nordschwarzwald. Eine tolle Erfahrung, schöne Landschaft und ein gutes Trainging mit ein paar Einblicken in die Radsportknigge. Leider konnte sich keine gute Gruppe bilden und so fuhren wir überwiegend zu zweit. Viel Wind und Kälte machte die Strecke nicht wirklich schnell. Nach 9:15h reiner Fahrzeit blieb dann die Uhr stehen.

 

Aug 19

Ironman Zürich

Kleiner Nachtrag zum IM Zürich am 27.7.2014.

Nach dem guten Ergebnis bei der Challenge Kraichgau ging es mit einem weiteren Trainings-Block weiter nach Zürich. Ich war sehr optimistisch, Umfang, Intensität etc. hat alles gepasst und im Vergleich zu den letzten Jahren war ich nicht verletzt oder erkältet.perbandingan smartphone

Alles lief super und reibungslos in den letzten Tagen, nur das Wetter machte einige seltsame Dinge. Regen, Regen, Regen,

Am Sonntag dann zum Glück nur Niesel, aber auch nur 13 Grad. Bei den letzten Vorbereitungen in der T1 dann die Überraschung, mein Wattmesser funktionierte nicht mehr. Das hat mich schon einige Nerven gekostet, aber daran konnte ich jetzt 20min vor dem Start auch nichts mehr ändern. Gerade rechtzeig schaffte ich es noch zum Schwimmstart. Im Wasser fühlte ich mich gar nicht wohl und es war auch eine heftige Prügelei. Nach 1:01 blieb die Uhr dann stehen, was mich sehr frustrierte, aber eher auf die schwierigen Bedingungen (Strömung, Wellen und zu lange Schwimmstrecke) als auf die Leistung zurück zu führen ist. Das Radfahren war bis auf die letzten 20Km auch ohne Wattmesser dann eigentlich ganz gut (5:01h). Nur war es mir definitiv zu kalt. Nach 100Km dann ist auch noch die GPS-Uhr ausgefallen, wie auch immer mit ziemlich dicken Beinen bin ich in T2 angekommen und konnte erstaunlicher weise locker losgelaufen. Alles fühlte sich super an bis sich dann der Magen meldete und ich nur noch Suppe trinken konnte (Die aber eigentlich ganz lecker war). Nach 20km dann auch noch das IT-Band und ein eingeschlafenes Bein 🙂 haha ja da kam so einiges zusammen.

Schade, ich habe einfach keinen guten Tag erwischt mit vielen Pannen und Problemen. Daher ich konnte mich nicht ausbelasten. Nach dem Radfahren noch auf AK Platz 7 wurde ich am Ende 16. (9:50h) in der AK und damit war der Slot in weiter Ferne.

Nichts destotrotz ist der IM Zürich ein tolles Rennen und nur zu empfehlen.

Da ich nun schon wieder gut trainieren kann wird ein Start und ein weiterer Versuch beim IM Barcelona Anfang Oktober immer wahrscheinlicher.

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Jun 21

Widmann bei den Deutschen Meisterschaften vorne mit dabei

Widmann bei den Deutschen Meisterschaften vorne mit dabei

Am 15.6. wurden im Rahmen der Challenge Kraichgau die deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz (1,9/90/21) ausgetragen. Insgesamt gingen über diese Distanz über 2200 Athleten an den Start, darunter auch Philipp Widmann für den Nonplusultra Esslingen. Philipp konnte mit einer sehr guten Leistung in einer Zeit von 4:22h den 22. Gesamtrang und in einer stark besetzten AK 25 den 6. Rang erzielen. Gestartet wurde in mehreren Startgruppe, um das Feld ein wenig zu entzerren. Um 9.05 fiel der Startschuss für die erste Startwelle mit rund 500 Athleten. Mit einer guten Schwimmleistung wechselte Philipp nach 27 min auf das Rad um die anspruchsvollen und windigen 90 km in Angriff zu nehmen. Der Radkurs der Challenge Kraichgau verlangt den Athleten alles ab. Neben windanfälligen Flachpassagen ist die Strecke gespickt mit giftigen Anstiegen und engen Ortsdurchfahrten die die Strecke unrhythmisch und kraftraubend machen. Philipp konnte sich auf dem Rad immer weiter nach vorne arbeiten und wechselte unter den Top 30 auf die laufstrecke.

Auf den hügeligen 21 km konnte Philipp noch einige Plätze im Gesamtklassement gutmachen und seine Position in der Altersklasse halten. Erst nach 16km musste er dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. „Insgesamt bin ich mit dem Rennen zufrieden. Ich bin nicht zu hart geschwommen und habe mir den Radkurs gut eingeteilt, nur die unrhythmische Laufstrecke hat mir zum Schluss zu schaffen gemacht. Leider konnte ich mich auch auf der Laufstrecke nicht so verpflegen wie geplant, aber dennoch war es ein tolles Rennen“.
Für Philipp ging es aber nicht nur um eine gute Platzierung, sondern das Rennen soll auch als eine wichtige Standort Bestimmung in Hinblick auf den Start beim Ironman Zürich in sechs Wochen dienen. Nach ein paar Tagen Pause und Regeneration startet dann wieder das Training um fit an der Startlinie in Zürich zu stehen. Hier will Philipp das schon lang ersehnte Ticket nach Hawaii lösen.

 

Ich möchte mich noch einmal bei Radsport ILG in Rommelhausen bedanken für die tolle Sitzpositionsanalyse, bei Dextro Sport Nutrition und Chiamind Performance die mich in dieser Saison auch wieder mit tollen Produkten unterstützen.

 

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Wechsel 1 00:01:38
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Wechsel 2 00:01:35
Lauf 01:23:42

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