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Sep 01

Einer geht noch …. IRONMAN 70.3 Vichy

Für den letzten Test vor der Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii, ging ich beim Ironman 70.3 Vichy an den Start. 2011 hatte hier meine erste Langdistanz bestritten, damals noch unter dem Challenge Label. Deshalb kannte ich die Strecke schon, doch kam auch die ein oder andere Erinnerung an das wirklich harte Rennen zurück, bei dem ich kurz vor dem Aufgeben stand. Dieses Mal sollte aber alles ein bisschen besser laufen.

Von den intensiven und langen Trainingseinheiten der letzten Wochen hatte ich mich doch ganz gut erholen können und in Kombination mit perfektem Triathlon- Wetter, einer super Lokation in Vichy und tollem französischem Flair war ich für den Wettkampf doch recht zuversichtlich gestimmt.

Am Samstagmorgen ging es um 7 Uhr im „Rollingstart“ auf die 113 km. Aufgrund der Wassertemperatur von über 25°C wurde ein Neoprenverbot ausgesprochen. Geschwommen bin ich solide 29 Min und kam mit den ersten „Agegroupern“ aus dem Wasser. Dann ging es auf die 90 km lange Radstrecke durch die Auvergne. Es ist immer von Vorteil, sich im vorderen Teil des Feldes zu befinden, so gibt es keine Probleme mit Gruppen und Windschattenfahrern und ich konnte relativ gleichmäßig mein Tempo fahren. Auch wenn zum Ende hin der raue Asphalt und viele Schlaglöcher doch sehr genervt haben, konnte mit 2 h 15 eine super Zeit auf dem Rad fahren.

Pünktlich zum Halbmarathon wurde es so richtig warm. Ich fühlte mich von Anfang an recht gut und kam schnell in meinen Rhythmus hinein. Von ein paar übermotivierten Athleten, die mich am Anfang überholten, ließ ich mich nicht beeindrucken und sammelte sie auf den letzten 5 km wieder ein. Für den Halbmarathon benötigte ich 1 h 24. Mit dieser Zeit kann ich durchaus zufrieden sein kann, auch wenn noch Potential da ist. Mit einer Gesamtzeit von 4 h 15 und neuer Bestzeit auf der 70.3 Distanz, belegte ich den 32. Gesamtplatz von über 2000 Athleten und den 4. Platz von über 260 Athleten in meiner Altersklasse.

Leider habe ich das Podium um knapp 2 Min verpasst, dennoch bedeutete das Ergebnis die sichere Qualifikation für die IRONMAN 70.3 World-Championships South Africa 2018, die ich auch angenommen habe. Als Bonus sprang dann auch noch Platz 1 im Ironman 70.3- Agegroup- Ranking (Deutschland) heraus.

Mit Hinblick auf meine fordernde Doktorandenstelle an der Universität Genf und den Möglichkeiten, die mir zur Verfügung stehen, kann ich mit der bisherigen Saison mehr als zufrieden sein. Mit 4 Triathlon- Starts, 2 Podiumsplatzierungen und 3 Qualifikationen für Weltmeisterschaften (wobei ich eine aus finanziellen und zeitlichen Gründen nicht wahrgenommen habe), ist die Ausbeute grandios und die Highlights mit dem IRONMAN Hawaii am 14.10.2017, sowie die XTERRA World-Championships 29.10.2017 auf Maui stehen kurz bevor. Ich hoffe jetzt noch auf verletzungsfreie Wochen mit stabilem Wetter. Am 6.10.17 geht es dann Richtung Kona.